Warum wir uns verlieben
Der aufrechte Gang des Menschen ist nach Ansicht von Wissenschaftlern mit ein Grund dafür, dass Menschen sich verlieben. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. April 2011. Als die weiblichen Vorfahren des Menschen anfingen, ihre Babys nicht mehr auf dem Rücken zu tragen, sondern in den Armen zu halten, hatten sie einfach keine Hände mehr frei. Sie brauchten einen verlässlichen Partner, der sich um Versorgung und Sicherheit von Mutter und Kind kümmerte. Dabei ist die Partnerwahl häufig durch Ähnlichkeit gesteuert, erklärt Professor Dr. Ulrich Mees, Psychologe und Emotionsforscher an der Universität Oldenburg. test
Doch was passiert, wenn man sich verliebt? Verliebte schlafen nicht gut, haben wenig Appetit und können sich nur schwer auf die Arbeit konzentrieren. Und doch erleben sie diesen Zustand als genussvoll. Ein wahrerer Hormoncocktail ist dafür verantwortlich. Forscher haben herausgefunden, dass vor allem der Gehirnbotenstoff Dopamin für das rauschhafte Glücksgefühl verantwortlich ist. Daneben sorgt reichlich Adrenalin für Aufregung und Anspannung. Im Gegensatz dazu ist der antidepressive Botenstoff Serotonin nur in geringen Mengen vorhanden. Inzwischen können Forscher sogar direkt in die Köpfe von Verliebten schauen und untersuchen, welche Hirnregionen am romantischen Geschehen sind und welche eher nicht.
Dass Verliebtsein seinen Reiz verlieren könnte, wenn alle Auslöser dafür im Detail entschlüsselt sind, glaubt Mees nicht. »Es ist wie bei einer köstlichen Speise«, sagt er. »Auch wenn man ihre Zutaten kennt: Es bleibt ein Genuss, sie zu verspeisen.«
Senioren: Nicht das Alter, sondern das Training zählt
»Dafür bin ich schon zu alt.« Dieser häufig gehörte Satz gilt in Sachen Sport und Bewegung nicht. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf eine Studie, in deren Verlauf unter anderem Marathonzeiten und Trainingsgewohnheiten von Läufern verschiedener Altersklassen untersucht wurden. Überraschendes Ergebnis: Bei den ausdauertrainierten Frauen und Männern traten vor dem 55. Lebensjahr keine Leistungsminderungen ein.
Eine weitere Überraschung der Studie: Rund ein Drittel der 50-60-Jährigen und rund ein Viertel der 60-70-Jährigen haben erst in den letzten fünf Jahren mit einem regelmäßigen Training begonnen. Natürlich startet man nicht unvorbereitet in ein Marathontraining. Mehr noch: Es muss nicht einmal ein Marathon sein. Dieser diente den Wissenschaftlern nur als Untersuchungsmodell. Wer in einen sportlichen Lebensabend starten möchte, wählt am besten eine Sportart, die ihm Spaß macht, rät Professor Dr. Dr. Dieter Leyk, Autor der Studie. Die Freude an der Bewegung sollte im Vordergrund stehen, und man sollte sich am Anfang nicht zu viel vornehmen.
Ein weiteres wichtiges Fazit der Studie: Wenn im mittleren Lebensalter Leistungsverluste auftreten, ist dies nicht in erster Linie eine Frage der biologischen Alterung, sondern eines inaktiven Lebensstils. Ihn zu ändern, kann auch im Alter gelingen.
» Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"